Samstag, 25. Februar 2012

Frühling: Lauf!

Der Frühling schickt uns seine ersten lauen Temperaturen, also nichts wie hinaus ins Freie. Wie geht es mit dem Laufen? Ein Test über 35 Minuten durch die Weinberge rund um Mautern zeigt: Ja, es geht noch! Am Anfang nicht zu viel zugemutet, denn die Knie- und Sprunggelenke wollen nicht überbeansprucht werden...

Samstag, 11. Februar 2012

Bergün - ein Wintermärchen in Graubünden

Als wir im Sommer 2010 zwei Wochen in Bergün verbrachten, haben wir uns vorgenommen: Wir kommen im Winter wieder! Diesen Traum haben wir nun verwirklicht und eine wunderschöne Woche in der Ferienwohnung der Familie Rozzi verbracht. Bei tief winterlichen Temperaturen (immer zwischen -10 und -20°) haben wir warm eingemummt vielfältige sportliche Aktivitäten ausgeübt:
  • Schneeschuhwanderung "Bergünerstein": Am ersten Tag (Samstag, 4. Februar) borgen wir uns Schneeschuhe aus und wandern vom Ortszentrum aus durch den "Urmena Wald" und dann über die Bergstation des Skilifts "Zinols" wieder zurück zum Ortszentrum. Leider ist die ganze Tour im Schatten, aber die Asublicke und die Wintestimmung sind trotzdem einzigartig.
Schneeschuhwanderung im tiefsten Winter
  • "Schlitteln" bis zum Abwinken:
    Ein besonderer Leckerbissen in der Region! Die Zutaten: die Rhätische Bahn mit eigenen "Schlittelzügen", die gesperrte und nur zum "Schlitteln" präparierte Albula-Passstraße. Also kaufen wir eine Tageskarte, borgen uns einen Schlitten aus und lassen die als UNESCO-Weltkulturerbe gekürte Bahnstrecke von Bergün nach Preda bringen. Von dort geht es dann auf dem Schlitten rasant hinunter ins Tal. Insgesamt machen wir diese Strecke viermal, dazu noch zweimal die Schlittelbahn vom "Darlux" (die erste Sessellift-Sektion auf den Hausberg von Bergün). Das letzte Mal geht es bei Mondschein und Flutlicht die Straße hinunter.
Rasante Schlittenfahrt!
  • Skitour 1: Val Zavretta (Montag, 6. Februar)
    Bei klirrender Kälte, aber strahlend schönem Wetter fahren wir mit dem Zug nach Preda, und vom Hotel Kulm steigen wir durch Kiefern- und Zirbenwälder in Richtung Val Zavretta. Vor allem die kalten Füße machen uns zu schaffen. Als wir zur Alp Zavretta kommen, sind wir schon so durchgefroren, dass wir auf die Sonnenseite des Tals queren und auf der Höhe von 2420 m umkehren. Die ganze Zeit haben wir das traumhafte Panorama der Albula-Alpen vor uns, mit dem alles beherrschenden Piz Ela. Bei der Abfahrt haben wir dann Glück, weil uns eine Gruppe von Skitouristen die ideale Abfahrtsspur vorzeigt: Wir queren am Fuße einer Felspartie in einen schönen Talboden mit lichtem Zirbenwald - ein Traumhang mit lockerem Pulverschnee. Von Preda geht es dann die Passstraße hinab bis zu unserem Quartier in Bergün.

Aufstieg ins Val Zavretta

  • Skitag in Davos / Klosters:
    Einmal geht es auch ins prominente Skigebiet von Davos / Klosters: Mit dem "Ein-Franken-Ticket" lässt sich der astronomische Preis für eine Tageskarte im Liftgebiet verschmerzen. Vor allem, wenn die äußeren Bedingungen weiterhin traumhaft sind, und auch die Temperaturen sind in den einstelligen Minus-Bereich "geklettert". So bringen wir es dank "Aufstiegshilfen" auf mehr als 6000 Höhenmeter Abfahrt. Vor uns breitet sich ein grandioses Panorama aus, das Lust auf weitere Skitouren macht...
Panorame vom Parsenn / Davos
  • Skitour 2: wieder kein Gipfel... (Donnerstag, 9. Februar)
    In der Früh ist es noch strahlend schön, und wir fahren wieder mit der "Kleinen Roten" nach Preda. Von dort steigen wir die Passstraße hinauf zum Lai di Palpuogna, an seinem Westufer entlang und ein steiles Tal in Richtung Süden. Unser Ziel wäre der Piz Murtel Trigd (oder "K2", wie er auch genannt wird). Es ist zwar eine Spur vorhanden, aber wir sind die Einzigen, die sich an diesem Tag zu diesem Ziel aufgemacht haben. Als sich der Himmel immer mehr eintrübt und auch das Gelände immer schwieriger wird (Lawinengefahr?), entscheiden wir uns wieder einmal umzukehren (auf ca. 2490 m Höhe). Auf der Abfahrt wechselt der Schnee zwischen Harsch und Pulver.
Über dem Lai di Palpuogna

Sonntag, 29. Januar 2012

Langlaufen in St. Aegyd

Jetzt ist der Winter doch gekommen, mit ihm aber kräftiger, kalter Ostwind. Auf der Suche nach einer geeigneten Outdoor-Aktivität sind wir auf das LL-Zentrum in St. Aegyd gekommen. Also geht es am Sonntag Vormittag hinein in die Voralpen, wo sich gleich hinter dem Ortszentrum von St. Aegyd eine wunderschöne Hochfläche auftut, mit einem nicht allzu langen, aber interessanten Loipennetz. So drehen wir gemütlich unsere Runden. Immerhin: 2 Stunden sind es auch geworden... 

Wenig Schnee - viel Spaß: Langlauf in den Voralpen
 

Mittwoch, 18. Januar 2012

Manchmal geht nur GEHEN...


Sonntags-Walk im Dunkelsteiner Wald
 ...aber das ist immerhin besser als nur SITZEN. Nach dem HAK-Ball eineinhalb Stunden Nordic-Walking im Dunkelsteiner Wald ("Pflanzgartl"). Oder wenn der Virus zuschlägt (Schnupfen, Heiserkeit): dann ist zumindest ein strammer Spaziergang drinnen (Geologischer Lehrpfad).

Samstag, 7. Januar 2012

Grössinger Alm im tiefsten Winter

Mehr als drei Jahre hat es gedauert, bis ein Geburtstagsgeschenk endlich eingelöst werden kann: Reinhard hat zu seinem 60. Geburtstag ein Skitouren-Wochenende auf der Grössinger Alm geschenkt bekommen. Am Donnerstag, dem 5.Jänner brechen wir also nach Johnsbach auf - dabei ist auch wieder unser Neffe Karl(i) Denk, der seine neue Skitourenausrüstung ausprobiert. Bei dichtem Schneetreiben und vollbepackt steigen wir auf die Hütte. Dort präsentiert sich die Umgebung im tiefsten Winter. Es schneit ununterbrochen, und wir haben alle Hände voll zu tun, um den Weg zum Klo freizuschaufeln und Schnee zu schmelzen, denn auch der Frischwasserbrunnen vor der Hütte ist eingefroren.
Karl(i) beim Schneeräumen
  
Aufstieg im dichen Schneetreiben
 Unsere erste (und einzige) Tour ist die "Schlechtwettertour" auf den Gschaideggkogel (1788 m). Für den Aufstieg brauchen wir fast drei Stunden, denn die Spurarbeit verlangt viel Kraft und Orientierunsvermögen. Es schneit andauernd, dazu kommen heftige Windböen.
Auch die Abfahrt ist nicht der reine Genuss, denn wegen des tiefen Schnees kommen wir etwas zu sehr vom Kamm ab und müssen wieder ein Stück aufsteigen, um zur richtigen Abfahrtsroute zu gelangen. So wird der Gschaideggkogel bei diesen Verhältnissen zu einer Ganztagestour! Den Nachmittag und Abend verbringen wir gemütlich auf der Hütte. In der Nacht rüttelt der Wind zeitweise so heftig an der Hütte, dass uns angst und bang wird.
Am nächsten Tag (Samstag, 7. Jänner) beschließen wir, den Aufenthalt auf der Grössinger Alm abzubrechen. Es klart zwar auf, der Wind ist aber nach wie vor heftig, und schließlich warten noch die Holzarbeit und die Abfahrt ins Tal. So machen wir am Vormittag gemütlich die Hütte dicht und fahren wieder zum Gschaidegger ab. Dort erwartet uns die nächste Überraschung. Denn unser Auto ist am Parkplatz tief eingeschneit, und die Straße ist nicht geräumt. 

Unser tief eingeschneites Auto
 Was tun? Muss das Auto so lange hier warten, bis es im Frühjahr "ausapert"? Nach einigem Überlegen hat Sepp Wolf die Lösung für uns: Anruf beim Bürgermeister, uns nach nicht einmal einer halben Stunde kommt ein Riesentraktor mit Schneepflug und befreit unser Auto aus den Schneemassen. So findet ein erlebnisreiches Wochenende doch noch ein gutes Ende, und wir fahren bei Schneetreiben und schließlich im Regen wieder nach Hause - mit dem festen Vorsatz, wiederzukommen und dann wirklich mit Reinhard auf Leobner & Co zu steigen.