Sonntag, 24. August 2008

Radfahren und Laufen als Gewichtsbremse?

Wieder ist eine Woche auf der Donau-Uni angesagt. Damit das Gewicht bei dem tagelangen Sitzen nicht unkontrolliert in die Höhe geht, steige ich immer wieder aufs Rad oder gehe am Abend oder in der Früh eine Runde laufen. Das bringt den nötigen Ausgleich und lässt auch den Kopf frei werden. Dabei stehen die bekannten Ziele in der Umgebung auf dem Programm. Vielleicht besonders erwähnenswert ist der heutige Radausflug mit Maria entlang der Donau nach Tulln. Besonders das letzte Stück zwischen Altenwörth und Tulln macht klar, dass es auch in der engeren Umgebung immer etwas Neues zu entdecken gibt...

Dienstag, 12. August 2008

Dachstein - (fast) ganz puristisch

Das schöne Wetter und der Wunsch, in diesem Sommer noch einen Klettersteig zu "machen" brachte uns (Maria und mich) auf die Idee uns einen lang gehegten Wunsch zu erfüllen: den Dachstein zu besteigen!
Nach einigen Überlegungen kristallisierte sich die folgende Variante heraus: Anstieg vom Gosausee über die Adamekhütte, Überschreitung über Westgrat/Randkluftsteig, Abstieg über Simonyhütte, runter mit der Seilbahn nach Obertraun und per Linienbus wieder zurück - also (fast) ganz puristisch. Auf jeden Fall haben wir dadurch den großen Touristenstau von der Südwandseilbahn zur Dachsteinwarte vermieden.
Also machten wir uns am Sonntag, 10. August auf die Anreise, parkten das Auto am Gosausee und wanderten mit schwerem Gepäck (Gletscher- und Klettersteigausrüstung) die Seen entlang und hinauf zur Adamekhütte (2196 m) / Aufstiegszeit 4:20.

Sonnenuntergang über dem Gosaukamm

Am nächsten Tag ging es dann über den Gosaugletscher zum Westgrat: schöne Versicherungen, aber ziemlich kalt. Die Steigeisen konnten wir dank einer leichten Neuschneeauflage beim Zustieg im Rucksack lassen. Nach 3 Stunden standen wir um 10 Uhr am Gipfel des Hohen Dachsteins - mit 2995 m ist er ja fast ein Dreitausender.

Am Gipfel des Hohen Dachsteins

Das noch immer traumhafte Wetter bescherte uns einen einzigartigen Rundblick. Aber die vielen Leute ließen keine wirklich beschauliche Gipfelstimmung aufkommen, und so machten wir uns bald an den Abstieg über den Randkluftsteig. Die Randkluft selber konnten wir auf einer Schneebrücke problemlos überwinden. Dann ging es weiter auf dem Hallstätter Gletscher und der Moräne zur Simonyhütte (2205 m), wo wir unsere Mittagsjause einnahmen. Der weitere Abstieg war dann der wirkliche Härtetest. Ein - nicht gerade guter - Tipp des Hüttenwirts (?) doch den "Trägersteig" zu nehmen entpuppte sich als zwar landschaftlich schöne, aber sehr anstrengende Variante: von einer Doline in die andere, ständig über Karrenfelder balancieren, das war in der Mittagshitze und nach der doch langen Tour eine anstrengende und etwas nervenaufreibende Sache (zweieinhalb Stunden). Zu allem Überfluss war der Weg zur Seilbahnstation auf der Gjaidalm so gut wie nicht beschildert, sodass wir noch eine Zusatzschleife einlegten. Doch - Ende gut, alles gut - als wir nach 16 Uhr in der Seilbahn nach unten schwebten, kam langsam dann doch das Gefühl auf: Ja, es war eine tolle Tour, wir können unserem Tourenbuch eine weitere Perle hinzufügen. Der lange Abstieg zum Krippenstein

Mit dem Postbus fuhren wir zum Gosauschmied, und ein netter Autofahrer nahm mich bis zum Parkplatz mit.
Der Rest war Genuss: duschen, ein schönes Abendessen, ein nettes Quartier in Gosau. Am Dienstag, 12. August ging es dann wieder zurück nach Hause.

Freitag, 1. August 2008

Wanderungen auf unserer "Nordtour"

Gleich am ersten Ferientag geht es los zu unserer "Nordtour" in den Nordatlantik: auf die Inseln der Färöer, Island und Grönland. Diese Reise habe ich in einem eigenen Weblog dokumentiert, die Touren sollen aber auch hier aufgeführt werden:
  • Dienstag, 1. Juli: Wanderung in Gjogv (Färöer) entlang einer steilen Klippe mit atemberaubenden Tiefblicken zur Atlantikküste. Es nieselt leicht, trotzdem tolle Ausblicke!

  • Freitag, 4. Juli: schon einen Tag nach unserer Ankunft in Island unternehmen wir eine kleine Wanderung in den Ostfjorden (Eyjolfsstadir) entlang einiger kaskadenartiger Wasserfälle. Nichts Spektakuläres, aber erster Eindruck von "typisch Island".

  • Sonntag/Montag, 6./7. Juli: Aufenthalt in Landmannalaugar bei traumhaft schönem Wetter: Noch am Abend führt uns eine erste Wanderung zu den Fumarolen und auf einen Aussichtsberg (Brennsteinsalda 855 m) - herrliche Ausblicke bei Abendlicht. Am nächsten Tag eine "fast richtige" Bergtour auf den Blahnukur (940 m). Wieder traumhafte Aussicht in alle Richtungen: weit ins Hochland hinein und zu den verschieden gefärbten Lavabergen in Landmannalaugar.


  • Vom 10. bis 14. Juli sind wir im "Red House" in Kulusuk an der Ostküste Grönlands. Noch am ersten Abend steigen wir auf den "Hausberg" Qoqartivakajik – auf dänisch Soemondsfjeldet: Wir brechen nach dem Abendessen auf (gegen 21 Uhr), stehen etwa eineinhalb Stunden später auf dem Gipfel. Leider ist die Sonne schon untergegangen, trotzdem ist der Ausblick faszinierend - auf die schneebedeckten Gipfel Grönlands. Der Abstieg ist dann etwas prickelnd, weil Nebel einfällt und wir weglos wieder nach Kulusuk finden müssen. Um Mitternacht sind wir wieder im Red House.
    Am nächsten Tag unternehmen wir eine Wanderung durch das Blumental, diesmal ganz konventionell untertags...
    Weitere Touren fallen leider dem Schlechtwetter zu Opfer.


  • Wieder zurück in Island immer wieder kurze Touren zu den schönsten Wasserfällen, so zum Glymur im Hvalfjördur, zum Dynjandi in den Westfjorden und am letzten Tag zum Hengifoss (in der Nähe von Egilsstadir).
  • In den Westfjorden (19. Juli) sind wir zweimal unterwegs: in Reykholar auf einem speziellen Wanderweg zur Vogelbeobachtung, ganz im Westen (in Breidavik) wandern wir zuerst eine weite Sandbucht entlang - angegriffen von Seeschwalben - und dann auf einem alten Steig auf die Hochfläche, bis wir in den nächsten Fjord sehen. Der Rückweg wird uns verkürzt, weil eine Reisebekanntschaft uns bis zum Campingplatz mitnimmt.

Insgesamt haben uns alle drei Inseln fasziniert und viele einmalige Naturerlebnisse beschert - mehr darüber unter http://www.nordtour2008.blogspot.com/.

Mittwoch, 25. Juni 2008

Die Ferien grüßen

Bevor es auf die große Reise nach Island und Grönland geht (www.nordtour2008.blogspot.com), ist es vor Schulschluss noch ordentlich stressig. Irgendwie bleibt da auch kaum Zeit für Ausdauersport. Zudem ist es in den letzten Tagen heiß und schwül. Aber heute! Da bin ich schon vor fünf Uhr wach geworden, hab dem inneren Schweinehund einen Tritt gegeben und bin losgelaufen: Vom Baumgartner Festplatz über den Giritzer, Oberbergern und das Halterbachtal. Zwichen 6 und 7 Uhr in der Früh war es noch angenehm kühl, über dem Donautal die Nebel als Reste der gestrigen Gewitter. Nach 50 Minuten Morgenlauf fühlt man sich ganz anders - bei diesen Temperaturen müde und matt für den ganzen Tag ...

Sonntag, 18. Mai 2008

Stress lass nach - auf dem Rad

Während Maria heute mit 11 Mädchen nach Wien fährt um (wieder einmal) am Frauenlauf teilzunehmen, brummt mir der Kopf in Anbetracht meiner vielen Aktivitäten: Maturafragen zusammenstellen, korrigieren, Projektwoche vorbereiten, Probleme mit dem Verlag - und und und.
Aber ein Stündchen zum Entspannen muss immer drin sein. Also schwinge ich mich aufs Rad und drehe eine Runde: Windstallgraben - Oberbergern - Halterbachtal - Steinaweg - Mautern (20 km). Da wird das Hirn wieder frei und der Körper seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt: sich bewegen. In Anbetracht eines ordentlichen Schnupfens (Allergie? Infektion?) muss es ja nicht immer eine Höchstleistung sein.