Sonntag, 19. August 2007

Sonntags-Walk im Dunkelsteiner Wald

Der Wachau-Marathon naht! Zeit wieder etwas intensiver Lauftraining zu betreiben. Dreimal ging es diese Woche ins Gelände:

Montag, 13. 08.: Grüner Weg - Flattnitzmündung - Donauufer (7,5 km / 50 Min.)
sehr schwül, aber herrliche Abendstimmung!

Freitag, 17. 08.: Morgenlauf Baumgartner Linde - Halterbachgraben - Giritzer (8 km / 55 Min.)

Heute mit Maria eine längere Walking-Runde (Halterbachgraben - Statzberg):
11,5 km / 1:40, etwa 30 Min. als Laufstrecke.

Leider macht mir mein rechtes Sprunggelenk einige Probleme, wahrscheinlich sind es alte Bandverletzungen, die sich bemerkbar machen ...

Mittwoch, 15. August 2007

Radwallfahrt nach Maria Langegg

Mit Maria
Ein strahlender Sommertag - ideale Voraussetzungen für eine Radtour. Maria Langegg ist angesagt. Also starten wir gegen 9 Uhr und treten einen Berg nach dem anderen hinauf in den Dunkelsteiner Wald. Der Schweiß rinnt in Strömen, denn es ist ganz schön heiß. Als wir in Maria Langegg ankommen, beginnt gerade eine Wallfahrermesse: Loiben und Dürnstein gehen wallfahrten, und diese Gelegenheit nützen wir zur Feiertagsmesse.
Danach entfliehen wir aber gleich dem Rummel und radeln hinunter nach Aggsbach-Dorf. Von dort geht es weiter die Donau entlang. Beim Heurigen Hick in Arnsdorf, wo wir einkehren wollten, sind wir allerdings eine halbe Stunde zu früh. Also lassen wir uns vom Rückenwind weiter treiben bis Rührsdorf. Leider ist das "Winzerstüberl" so voll, dass wir keinen Platz finden. Also radeln wir wieder zurück nach Arnsdorf, wo es diesmal beim Heurigen klappt. Nach einer gemütlichen Jause wird es dann zunehmend mühsam: Der Hintern tut weh, und je näher es nach Mautern geht, umso drückender wird die Hitze. So ist es kein Wunder, dass wir ordentlich müde zu Hause ankommen (gegen 16 Uhr) und den Tag als Couch Potato ausklingen lassen ...
58 km (mit Sondereinlage Rührsdorf - Arnsdorf)

Donnerstag, 2. August 2007

Ein Mini-Klettersteig auf der Aussichtsplattform zu den Dolomiten

Bevor sich der Urlaub zu Ende neigt, lacht noch einmal strahlendes Sommerwetter. Ich habe eine nette Tour mit Ferrata zum Abschluss gefunden: Olanger Klettersteig auf den Hochalpenkopf - ein unbekanntes Ziel auf einen unspektakulären Gipfel. Aber die Tour entpuppt sich als wunderschönes Ziel auf einen einsamen Aussichtsgipfel. Vom Pragser Wildsee (1494 m) steigen wir zuerst auf den Kühwiesenkopf (2140 m) - der Berg riecht so wie er heißt! Dann folgt eine Kammwanderung zum Einstieg des Klettersteiges: Herrliche Aussicht in alle Richtungen von den Zillertaler Alpen bis zu den Hohen Tauern auf der einen Seite, auf der anderen Seite bauen sich mächtig die Gipfel der Dolomiten auf. Der Klettersteig ist zwar kurz und nicht spektakulär, aber doch ein schöner Höhepunkt auf der Tour.


Blick vom Kühwiesenkopf über den Pragser Wildsee in die Dolomiten

Nach dem Ausstieg folgt noch der Aufstieg auf den Hochalpenkopf (2542 m). Oben sind wir wieder fast ganz allein - nur ein anderes Paar hat dieses Ziel gewählt. Es zeigt sich wieder einmal, dass es ganz wenig abseits der überlaufenen bekannten Ziele auch zur Hochsaison noch Touren gibt, auf denen man ziemlich allein ist.

Der Abstieg führt über wunderschöne Blumenwiesen - übersät mit Eisenhut, Steinnelken und Edelweiß. In der Direttissima geht es hinunter zum Pragser Wildsee - wegen der nachmittäglichen Hitze hält sich das Vergnügen in Grenzen. Als wir dort ankommen, bläst der Föhn schon heftig, und erste Wolken zeigen sich. Abschließend stecken wir noch die Füße zum Abkühlen in den See und verstauen die Bergsachen - ein wunderschöner Bergurlaub geht nun langsam zu Ende, und wir treten langsam die Heimreise an.
Aufstieg 3:20, Abstieg 1:50.

Dienstag, 31. Juli 2007

Große Kinigat - die absolute Traumtour

Mit solchen Superlativen sollte man normalerweise ja sparsam umgehen - aber für die heutige Tour gibt es kein anderes Attribut...

Die "hard facts" in Kürze: Anfahrt auf der italienischen Seite ins Val Digón, Aufstieg über die Südseite des Karnischen Hauptkamms. Wegen eines Kaltlufteinbruchs war es selbst am 31. Juli angenehm bis empfindlich kühl. Das letzte Stück ging es über einen (einfachen) Klettersteig bis zum Gipfel der Großen Kinigat / Monte Cavallino (2689 m). Auf dem Gipfel steht seit einigen Jahrzehnten ein riesiges Holzkreuz als Friedenssymbol.


Der Aufenthalt am Gipfel bot eine traumhafte Aussicht - vom Großglockner über die Dolomiten bis zu den Julischen Alpen - und das bei Windstille! Fast überflüssig zu erwähnen, dass wir wieder allein am Gipfel waren.

Der Abstieg führte uns zuerst ein Stück über den Karnischen Hauptkamm, wo wir auf der Filmoorhöhe wieder eine Rast einlegten und aus dem Staunen und Innehalten nicht herauskamen. Wie schön ist es doch, wenn einem scheinbar die ganze Welt zu Füßen liegt...

Aber so traumhaft ein perfekter Sommertag in den Bergen auch ist, irgendwann wird es wirklich Zeit abzusteigen: über saftige Wiesen. begleitet von zahlreichen Murmeltieren, im Hintergrund die Kulisse der Dolomiten...

Aufstieg 3:20, Kinigat - Filmoorhöhe 1:00, Abstieg 1:40.

Freitag, 27. Juli 2007

Klettersteig auf den Cellon: unterirdisch und luftig zugleich

Heute steht ein spezieller Klettersteig auf dem Programm: Vom Plöckenpass (1357 m) steigen wir zuerst über den Geo-Trail zum Cellonstollen: Dieser 170 m lange unterirdische Stollen stammt aus dem 1. Weltkrieg und wurde zum einzigen unterirdischen Klettersteig ausgebaut. So kommen Erinnerungen an unsere Höhlenforscher-Sidesteps hoch.

Im zweiten Teil wird es dann luftig: Der "Weg ohne Grenzen/Senza Confini" ist eine herrlich ausgesetzte, perfekt abgesicherte Tour mit grandiosem Tiefblick. Zwar haben wir schon längere Zeit keinen schwierigen Klettersteig mehr "gemacht", wir bewältigen die Tour aber ohne Probleme - im Gegenteil: es kommt wieder eine richtige Fels-Euphorie auf! Dennoch heißt es aufpassen, denn einen falschen Schritt darf man sich nicht erlauben.


Gott sei dank sind fast keine anderen Leute unterwegs. Wir treffen am Ausstieg nur ein italienisches Paar - fast symbolisch für den Namen dieses Klettersteiges. Hätten sich Italiener und Österreicher vor 90 Jahren hier nur genauso friedlich begegnen können!


Wir steigen noch zum Gipfel des Cellon (2241 m), wo sich schon einige Wolken zeigen, und machen uns nach der Mittagsrast auf den heißen, etwas beschwerlichen (südseitigen) Abstieg zum Plöckenpass. Eine Traumtour!
Aufstiegszeit 3:30, Abstieg 2:oo