Samstag, 19. Mai 2012

Frühsommerlicher Geheimtipp: Königsberg

Eigentlich sollte es an diesem Wochenende ja ein Skitouren-Saisonabschluss am Großvenediger werden. Aber bei den "Bergspechten", wo ich mich angemeldet habe, war ich so ziemlich der Einzige, der noch Lust auf eine Skitour hatte. Also wurde die ganze Sache abgeblasen - auch gut so. Denn das föhnig warme, strahlende Frühsommerwetter macht ja eigentlich Lust auf etwas ganz anderes. Ich habe Maria überzeugt, einmal die Arbeit (Matura!!) liegen zu lassen und ins Voralpenland zu fahren.

Wer kennt schon den Königsberg bei Göstling a. d. Ybbs?
 Fündig geworden bin ich beim Königsberg oberhalb von Göstling a. d. Ybbs: Nach etwas langwieriger Fahrt bis zu einem Gehöft obgerhalb von Göstling geht es wie auf einer Aussichtsterrasse den Rücken des Königsberges entlang. Herrliche Fernsicht vom Ötscher über Dürrenstein, Hochschwab und Gesäuse bis zum Waldviertel. Und dann ist am Ende des Weges auch noch die Kitzhütte offen, sodass wir unseren Durst löschen können. Einerseits sommerliche Temperaturen, andererseits noch blühende Schneerosen neben den letzten Schneeresten des Winters - eine ganz eigenartige Bergstimmung. In Kürze: Ebnerbrand - Siebenhütten - Turnhöhe (1439 m) - Kitzhütte und zurück: ca. 3:30.  
Schneerosen am Wegesrand


Sonntag, 29. April 2012

Walking im Waldviertel bei Föhnhitze

Heiße Luft aus Afrika beschert uns Temperaturen um 30 Grad - und das Ende April! Was also tun? Am besten eine Walkingtour im "kühlen" Waldviertel: von Traunstein ausgehend gehen wir den Panorama-Rundweg - er führt sehr abwechslungsreich durch Wälder, bei Blockburgen vorbei, auf Güterwegen und an Bauernhäusern vorbei. Die Hitze hält sich in Grenzen - immerhin sind wir hier auf einer Seehöhe von 850 bis 920 m. Insgesamt 13,5 km.
Frühlingswanderung im Waldviertel

Mittwoch, 4. April 2012

Vorfrühling im Dunkelsteiner Wald

Immer wieder locken frühlingshafte Temperaturen, und die Walk- bzw. Laufstrecken werden auch immer länger. So etwa am 24. März eine lange Runde (Halterbachgraben, Statzberg: 1:20), die recht locker geht. Dann kommt die Wintersportwoche in Kirchberg und ein hartnäckiger Erkältungsvirus (Husten, Fieber). Die heutige Runde (Wurmertal, Rotes Kreuz: 1:00) fühlt sich dann auch so an, als ob nur zähe Marmelade in den Muskeln wäre...

Samstag, 25. Februar 2012

Frühling: Lauf!

Der Frühling schickt uns seine ersten lauen Temperaturen, also nichts wie hinaus ins Freie. Wie geht es mit dem Laufen? Ein Test über 35 Minuten durch die Weinberge rund um Mautern zeigt: Ja, es geht noch! Am Anfang nicht zu viel zugemutet, denn die Knie- und Sprunggelenke wollen nicht überbeansprucht werden...

Samstag, 11. Februar 2012

Bergün - ein Wintermärchen in Graubünden

Als wir im Sommer 2010 zwei Wochen in Bergün verbrachten, haben wir uns vorgenommen: Wir kommen im Winter wieder! Diesen Traum haben wir nun verwirklicht und eine wunderschöne Woche in der Ferienwohnung der Familie Rozzi verbracht. Bei tief winterlichen Temperaturen (immer zwischen -10 und -20°) haben wir warm eingemummt vielfältige sportliche Aktivitäten ausgeübt:
  • Schneeschuhwanderung "Bergünerstein": Am ersten Tag (Samstag, 4. Februar) borgen wir uns Schneeschuhe aus und wandern vom Ortszentrum aus durch den "Urmena Wald" und dann über die Bergstation des Skilifts "Zinols" wieder zurück zum Ortszentrum. Leider ist die ganze Tour im Schatten, aber die Asublicke und die Wintestimmung sind trotzdem einzigartig.
Schneeschuhwanderung im tiefsten Winter
  • "Schlitteln" bis zum Abwinken:
    Ein besonderer Leckerbissen in der Region! Die Zutaten: die Rhätische Bahn mit eigenen "Schlittelzügen", die gesperrte und nur zum "Schlitteln" präparierte Albula-Passstraße. Also kaufen wir eine Tageskarte, borgen uns einen Schlitten aus und lassen die als UNESCO-Weltkulturerbe gekürte Bahnstrecke von Bergün nach Preda bringen. Von dort geht es dann auf dem Schlitten rasant hinunter ins Tal. Insgesamt machen wir diese Strecke viermal, dazu noch zweimal die Schlittelbahn vom "Darlux" (die erste Sessellift-Sektion auf den Hausberg von Bergün). Das letzte Mal geht es bei Mondschein und Flutlicht die Straße hinunter.
Rasante Schlittenfahrt!
  • Skitour 1: Val Zavretta (Montag, 6. Februar)
    Bei klirrender Kälte, aber strahlend schönem Wetter fahren wir mit dem Zug nach Preda, und vom Hotel Kulm steigen wir durch Kiefern- und Zirbenwälder in Richtung Val Zavretta. Vor allem die kalten Füße machen uns zu schaffen. Als wir zur Alp Zavretta kommen, sind wir schon so durchgefroren, dass wir auf die Sonnenseite des Tals queren und auf der Höhe von 2420 m umkehren. Die ganze Zeit haben wir das traumhafte Panorama der Albula-Alpen vor uns, mit dem alles beherrschenden Piz Ela. Bei der Abfahrt haben wir dann Glück, weil uns eine Gruppe von Skitouristen die ideale Abfahrtsspur vorzeigt: Wir queren am Fuße einer Felspartie in einen schönen Talboden mit lichtem Zirbenwald - ein Traumhang mit lockerem Pulverschnee. Von Preda geht es dann die Passstraße hinab bis zu unserem Quartier in Bergün.

Aufstieg ins Val Zavretta

  • Skitag in Davos / Klosters:
    Einmal geht es auch ins prominente Skigebiet von Davos / Klosters: Mit dem "Ein-Franken-Ticket" lässt sich der astronomische Preis für eine Tageskarte im Liftgebiet verschmerzen. Vor allem, wenn die äußeren Bedingungen weiterhin traumhaft sind, und auch die Temperaturen sind in den einstelligen Minus-Bereich "geklettert". So bringen wir es dank "Aufstiegshilfen" auf mehr als 6000 Höhenmeter Abfahrt. Vor uns breitet sich ein grandioses Panorama aus, das Lust auf weitere Skitouren macht...
Panorame vom Parsenn / Davos
  • Skitour 2: wieder kein Gipfel... (Donnerstag, 9. Februar)
    In der Früh ist es noch strahlend schön, und wir fahren wieder mit der "Kleinen Roten" nach Preda. Von dort steigen wir die Passstraße hinauf zum Lai di Palpuogna, an seinem Westufer entlang und ein steiles Tal in Richtung Süden. Unser Ziel wäre der Piz Murtel Trigd (oder "K2", wie er auch genannt wird). Es ist zwar eine Spur vorhanden, aber wir sind die Einzigen, die sich an diesem Tag zu diesem Ziel aufgemacht haben. Als sich der Himmel immer mehr eintrübt und auch das Gelände immer schwieriger wird (Lawinengefahr?), entscheiden wir uns wieder einmal umzukehren (auf ca. 2490 m Höhe). Auf der Abfahrt wechselt der Schnee zwischen Harsch und Pulver.
Über dem Lai di Palpuogna