Sonntag, 4. Oktober 2009
Goldener Herbst
Sonntag, 23. August 2009
Ennstaler Hütte - Tamischbachturm
"Übergang" aus) verläuft sich bald in der Wildnis. Also entschließen wir uns umzukehren und doch den Normalanstieg zu suchen. Dort sind wir vor 22 (!) Jahren schon im Winter aufgestiegen. Natürlich sieht es im August ganz anders aus, aber ein bisschen können wir uns noch an den Aufstieg im Winter erinnern. Nach 2 Stunden (ziemlich mühsam nach dem Erzberglauf) können wir uns auf der Ennstaler Hütte stärken. Das Wetter ist richtig "wanderbar" - nicht zu heiß und bewölkt. Nach der Rast steigen wir weiter auf den Gipfel (1 St.) auf 2035m. Es reißt immer wieder ein wenig auf, und der Blick auf die Gipfel der Gesäuseberge ist überwältigend.
Blick vom Gipfel des Tamischbachturms in Richtung SüdenDer Abstieg ist dann halb so schlimm. Nach einem kalten Bad im Gebirgsbach (wahrscheinlich heißt er nicht umsonst "Tamischbach") sind wir ordentlich abgekühlt und treten wieder die Heimreise an.
Samstag, 22. August 2009
Erzberglauf: Sonnenfenster und Regenguss
Mit Karl vor dem Start zum Erzberglauf
Um 10:30 geht es los. Die Strecke über die Terrassen des Erzbergs wechselt zwischen steileren und flachen, ja sogar ebenen Strecken.
Für mich geht es sich aus, ich komme trocken am Gipfel mit einer Zeit von 1:28:03 an.
Kurz vor dem Ziel
Maria, die als Walkerin unterwegs ist, kommt allerdings in den "Genuss" einer kräftigen Dusche bei km 11. Mit einer Zeit von 1:57:40 hat auch sie es mit einer tollen Zeit geschafft - und das mit einem rekonvaleszenten Sprunggelenk.
Zurück zum Start geht es dann mit Shuttle-Bussen, und beim Warten werde auch ich kräftig nass. Wir bleiben noch in der Region Eisenerz, machen einen kurzen Besuch in der Ramsau und verbringen noch eine Nacht am Campingplatz in Mooslandl, wo es nach einem Gewitter immer wieder regnet, teils auch kräftig.
Montag, 17. August 2009
Wandern in England und Wales bei Sonne und Nebel
- Samstag, 1. August:
In Lynton,einem kleinen Ort am Bristol Channel mit zugehörigen Fischerdorf, legen wir eine kleine Strecke des Coast Path zurück. Wir starten in Lynton, gehen den "North Walk" entlang, besteigen den "Castle Rock". Unser Ziel ist die Lee Bay. Den Rückweg nehmen wir über das Valley of Rocks, ein in der Eiszeit angelegtes Trogtal. Insgesamt 11 km.
Der Coast Path in Somerset bei Lynton - Mittwoch, 5. August:
Im Süden von Wales befindet sich der Brecon Beacon Nationalpark. Nachdem das Wetter endlich einmal so richtig schön ist, wandern wir die 450 Höhenmeter auf den höchsten "Berg" der Region, den 886 m hohen Pen y Fan. Es bietet sich eine einzigartige Fernsicht - bis zu den jenseits des Bristol Channel gelegenen Hügeln von Somerset. Den Aufstieg machen wir in schnellem Tempo (Berglauftraining?), bergab geht es etwas gemütlicher. Auch Maria hat mit ihrem lädierten Sprunggelenk keine Probleme.Am Pen y Fan im Brecon Beacons Nationalpark
- Samstag, 8. August:
Wir sind inzwischen in Snowdonia im Norden von Wales angelangt. Der ruhigere der beiden bekannten Berge ist der Cadair Idris (893 m). Ihn besteigen wir von Dolgellau aus. Ein schönes Stück des Weges legen wir bei Nebel und starkem Wind zurück. In einem gemauerten Unterstand am Gipfel können wir uns ein bisschen vor den unwirtlichen Bedingungen schützen. Beim Abstieg reißt es dann auf - die alpine Regel "so früh wie möglich aufbrechen" gilt hier in Wales nicht! Aufstiegszeit etwa eineinhalb Stunden.
Am Cadair Idris - bei Nebel und starkem Wind - Sonntag, 9. August:
Auch der höchste und bekannteste Berg von Wales - Snowdon (1085 m) wartet noch auf uns. Heute ist das Wetter bedeckt und nebelig, aber Niederschlag wird nicht erwartet. Von den vielen verschiedenen Anstiegen wählen wir jenen von Rhyd-Ddu. Er führt zuerst auf einem Fahrweg, dann auf gepflasterten Stufen und schließlich über einen Felskamm auf den Gipfel. Der Berg ist ziemlich weit herunter in dichte Wolken gehüllt, zeitweise nieselt es leicht.
Der Gipfel des Snowdon ist fast immer in Nebel gehüllt - auch als wir unterwegs sind.
Am Gipfel angekommen (2:10 Aufstiegszeit), erwartet uns dann der Ansturm des Massentourismus. Denn von Llanberis aus führt eine Zahnradbahn bis direkt zum Gipfel. Wir wärmen uns im neuen Gipfelrestaurant mit heißem Tee auf und machen uns dann auf den Abstieg. Etwa auf der halben Strecke lichten sich die Nebel und geben die Sicht frei auf die Berge Snowdonias und die Küste. Wir hatten jedenfalls Glück mit dem Wetter, denn in der Nacht überrascht uns eine Kaltfront mit starkem Wind und Regen - Gott sei dank nur im Campingbus.
Blick auf die Berge Snowdonias
Dienstag, 21. Juli 2009
Alpinweg Dürrenstein - Hochkar: eine Herausforderung der Extraklasse
Am nächsten Tag nehme ich dann den langen Alpinweg in Angriff - hier das Wichtigste in Stichworten: Aufbruch um dreiviertel sechs, in zwei Stunden am Gipfel des Dürrensteins. Bei der Legsteinquelle fülle ich noch einmal meine Wasserreserven auf, denn auf der Strecke bleibt es trocken! Der Gipfel des Dürrensteins bietet ein herrliches Panorama - vom Ötscher über den Hochschwab bis in die Gesäuseberge und das Alpenvorland. Der Blick fällt auf den langen Kamm, der den Weg bis zum Hochkar markiert. Schon der Abstieg vom Gipfel des Dürrensteins ist mühsam. Von Weg ist eigentlich ist keine Rede, eher von Steigspuren über Schrofen, Gras, Schutt. Aber der Steig ist gut und eindeutig markiert. Es ist schon ein ganz eigenartiges Gefühl, so eine lange Tour allein zu gehen. Und tatsächlich begegne ich den ganzen Tag lang keiner Menschenseele. Es geht ständig bergauf und bergab - ich kann nicht sagen, wie viele Höhenmeter ich den ganzen Tag bewältige. Aber insgesamt werden es schon über 1200 im Aufstieg und mindestens genauso viele im Abstieg gewesen sein. Das Wetter bleibt den ganzen Tag schön - einige Wolken sind harmlos und spenden angenehmen Schatten. Gegen 16 Uhr treffe ich am Hochkar ein und gönne mir einen kühlen Radler. Jetzt gilt es nur noch ein Taxi für die Rückfahrt zu finden. Nachdem es zunächst gar nicht gut aussieht, nimmt mich eine Frau aus Göstling mit und chauffiert mich bis zum Auto nach Kasten. Damit geht eine ganz tolle, wenn auch ziemlich unbekannte Bergtour zu Ende.
Hier in Kürze meine Gehzeiten für die einzelnen Etappen:
Ybbstaler Hütte - Dürrenstein (2:00)
Dürrenstein - Jagdhaus Edelwieß (1:15)
Jagdhaus Edelwieß - Hochkirch (0:40)
Hochkirch - Tremlsattel (1:00)
Tremlsattel - Ringkogel (1:40)
Ringkogel - Geißhöhe (1:00)
Geißhöhe - Hochkar (1:15)
